Berichte 2010
 

Weitenaus Ortschaftsrat stört sich an Abstimmung über das geplante Baugebiet "Hofäcker".

Mit Unverständnis quittierte Weitenaus Ortschaftsrat die zahlreichen Enthaltungen im Gemeinderat bei der Abstimmung über das geplante Baugebiet Hofäcker. Foto: Robert Bergmann

STEINEN-WEITENAU. Wie so oft bei Sitzungen, bei denen gewöhnliche Anliegen meist rasch abgehandelt sind, liegt die "Brisanz" nicht selten in den Punkten, die am Schluss unter "Verschiedenes" zur Sprache kommen. So auch dieses Mal im Ortschaftsrat Weitenau.

Für eine gewisse Irritation am Ratstisch sorgte die Mitteilung von Ortsvorsteher Horst Roser am Ende der Ratssitzung, dass – aus finanziellen Gründen - die in Weitenau seit langem gewünschte Friedhofshalle für nächstes "auf der Strecke bleiben wird". Grünes Licht hingegen gab der Gemeinderat in Steinen für die Erschließung des Baugebiets im Gewann "Hofäcker", das Platz für zehn Bauherren bieten soll.
Allerdings wurde an der Art und Weise, wie das Thema Ende November im Gemeinderat behandelt wurde, erhebliche Kritik geübt. Ortschaftsrat Rainer Dürr, der die Sitzung als Zuhörer verfolgt hatte, sah in der Debatte "keine Sternstunde der Kommunalpolitik". Bemängelt wurde vor allem dass sich einige Gemeinderäte, die bei der Abstimmung ihrer Stimme enthalten haben. SPD-Gemeinderätin Waltraud Spauzius, begründete dies mit der "unzureichenden Information", die ihr und ihren Kollegen – vor allem von der Gemeinschaft – damals zur Verfügung gestanden hätte. Die ebenfalls im Ortschaftsrat anwesende Gemeinderätin Gabriele Kaiser-Bühler (CDU) machte deutlich, dass bei der Umsetzung des vorgesehenen Baugebietes nun Schritt für Schritt vorgegangen werde. Dies, so betonte sie, benötige eben eine gewisse Zeit.
Seine Zustimmung erteilte der Ortschaftsrat dem Baugesuch eines örtlichen Unternehmers, der die Dacherweiterung für den Lagerplatz seiner Hackschnitzelanlage beantragt hatte. Wie von Ortsvorsteher Horst Roser zu erfahren war, sei dieser Antrag zuvor schon im Bau- und Umweltausschuss positiv beschieden worden. Aus terminlichen Gründen konnte der Ortschaftsrat das Anliegen nicht früher behandeln. Wie zu erfahren war, sind sowohl der Sicherheitsabstand zum nahe gelegenen Wald ( mindestens 25 Meter ) als auch die übrigen Brandschutzvorgaben erfüllt. Der Antragsteller berichtete in der Sitzung, beim geplanten Bau seien zwei separate Brandschutzmauern vorgesehen. Außerdem werde über einen Teich das erforderliche Löschwasser bereit gehalten.
Positiv aufgenommen wurde die Info von Ortsvorsteher Horst Roser über die geplante Nutzungsänderung im nahe gelegenen Vogelpark. Um die Attraktivität des Parks zu erhöhen, plant der Besitzer "Mittelalterliche Bräuche und Spiele" auf dem weitläufigen Areal (wir berichteten). Äußerlich, so Roser, werde es keine großen Veränderungen der Anlage geben. Ohnehin befindet sich der Park auf der Gemarkung des Nachbarortes Schlächtenhaus. "Wir freuen uns, wenn der Park durch zusätzliche Attraktionen die Besucherzahlen steigern kann," so Roser.   

 


Teilnehmer des Altenadvents genossen eine Feier in lockerer Atmosphäre

Steinen-Hägelberg

Opernsängerin Daniela Bianca Gierok begeisterte beim Altenadvent die Hägelberger.

(os). Die Hägelberger Turnhalle war schön geschmückt und an langen Tischreihen hatten viele Hägelberger der Alterskategorie Ü 65 Platz genommen. Mit einer kurzen Ansprache eröffnete Ortsvorsteher Hans-Georg Koger den Altenadvent, der traditionell gemeinsam von der Ortsverwaltung und dem örtlichen Kranken- und Altenpflegeverein veranstaltet wird.

Der Ortsvorsteher freute sich über die bis auf den sprichwörtlich letzten Platz besetzte Halle und hieß besonders Bürgermeister Rainer König mit Gattin, die Gemeinde- und Ortschaftsräte, Pfarrer Dirk Kellner und aus dem Haus Frieden das Pfarrerehepaar Reith willkommen.

Das Programm hatte gleich zu Beginn seinen Höhepunkt, als die Opernsängerin Daniela Bianca Gierok als Solistin einige Weihnachtslieder vortrug. Schließlich sang sie gemeinsam mit dem gemischten Chor, der durch die etwas andere Singstunde unter ihrer Leitung entstand (wir berichteten).

Nachdenklich und besinnlich zeigte sich auch Bürgermeister König mit dem Vortrag eines Wolfsberger-Gedichts, während Pfarrer Dirk Kellner eine Weihnachtsgeschichte um das Entstehen des Weihnachtsliedes Macht hoch die Tür rankte. Das bekannte Lied sangen alle Anwesenden gemeinsam und bekamen schließlich einen Kalender vom Pfarrer.

Viel mehr Programm gab es ganz bewusst nicht. Krankenpflegevereins-Vorsitzende Gabriele Kaiser-Bühler betonte, dass das der Kontakt der älteren Menschen untereinander und mit den Gastgebern im Vordergrund stehen sollten. Von dieser Möglichkeit machten die Anwesenden regen Gebrauch.

Natürlich gab es auch Kaffee und Kuchen, später auch ein Schinkenweckli und der Nikolaus mit Christkind überbrachte jedem Gast ein Platzset. 

 

 

Daniela Bianca Gierok animierte zum öffentlichen Adventssingen

Steinen-Hägelberg

Die Berufssängerin Daniela Bianca Gierok begeisterte die Hägelberger beim Singen von Advents- und Weihnachtsliedern. 
 

(gd). Der Einladung von Gabriele Kaiser-Bühler vom Hägelberger Kranken- und Altenpflegeverein zum öffentlichen Adventssingen waren knapp 20 Personen in den Rathaussaal gefolgt. Die in Hägelberg wohnende Sängerin Daniela Bianca Gierok wusste gleich, wie man die sangesfreudigen Menschen zunächst einmal auf das gemeinsame Singen von Advents- und Weihnachtsliedern vorbereitet. Da gab es erst einmal Lockerungsübungen im Stehen und atemtechnische Tricks. Und schon fühlten sich alle wohler.

Nachdem das erste Lied Vom Himmel hoch angestimmt war, setzte die in Köln ausgebildete Sängerin, die fünf Jahre lang am Stadttheater Basel mit ihrer wohlklingenden Altstimme gastierte, gleich einmal Akzente, die das Sprachliche betrafen. Denn nicht alle gesungenen Wörter hatten gleiche Bedeutung. Somit wurden mit geklopften Rhythmen auch die besonderen Wörter hervorgehoben, und alles bekam deutliche Strukturen.

 

Das weitete sich naturgemäß auch auf die folgenden Lieder wie O du fröhliche Macht hoch die Tür und alle anderen Lieder aus. Alles wurde plastischer und verständlicher. So machte das Singen von Advents- und Weihnachtsliedern gleich noch mehr Spaß. Und das merkten sich alle für das privateSingen zuhause.

 

 

Würdiger Ort der Trauer

Gärtnerbetreutes Grabfeld auf dem Steinener Friedhof eingeweiht /Geänderte Grabkultur. 



STEINEN.

Das jetzt in Kooperation mit der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner geschaffene Feld sei die Reaktion auf einen deutlich veränderten Umgang der Bevölkerung mit dem Tod, erläuterte Deschler den zahlreich versammelten Gemeinderäten. Aus Kostengründen, aber auch, weil sie den Angehörigen nach dem Tod nicht zur Last fallen wollten, verzichteten immer mehr Menschen auf die teure Dauerpflege eines Einzelgrabs .

Andererseits habe sich die auf Steinens Gottesacker schon länger bestehende Möglichkeit einer anonymen Bestattung als nicht sehr attraktiv für viele Hinterbliebene herausgestellt, weil ein Platz gebraucht werde, "an dem sich die Trauer festmachen lässt", so Deschler.

Das neu geschaffene Gräberfeld komme also vielen Bedürfnissen entgegen: Die Pflege des Grabes werde aufgrund von Synergieeffekten deutlich kostengünstiger als ein Einzelgrab, wegen der individuellen Grabsteine oder Kissen sei zugleich der gewünschte Fixpunkt für die Trauer gegeben.
Die am Dienstag eingeweihte Anlage ist rund 200 Quadratmeter groß und bietet Platz für neun Sargbestattungen, 75 Urnenbestattungen, eine Urnengemeinschaft sowie eine Urnengemeinschaft am Baum. Der Nutzungsberechtigte kann in der Regel wählen, ob er ein Grab mit oder ohne Blumenbeet möchte. Das Blumenbeet wird jährlich dreimal neu bepflanzt. Wird kein Beet gewünscht, wird das Grab durchgängig mit Bodendeckern bepflanzt. Damit die Leistungen garantiert werden können, schließt der Nutzungsberechtigte mit der Friedhofsgärtnergenossenschaft einen Dauergrabpflegevertrag ab, wie dies bisher schon bei Einzel- oder Urnengräbern möglich war. "Mit dem gärtnergepflegten Grabfeld bieten wir Angehörigen nicht nur preisgünstige Bestattungsarten in einem harmonisch gestalteten Umfeld, sondern auch einen würdigen Ort für ihre Trauer und Erinnerung", betonte Ellen Oswald, die für die Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner aus Karlsruhe nach Steinen gekommen war.

Ellen Oswald bedankte sich herzlich bei der Firma Blumen Vosskuhl für die liebevoll gestaltete Anlage. Ein Lob gab es auch für Landschaftsgärtner Bernd Vosskuhl, dessen Unternehmen für die stilvolle Umgestaltung des Grabfeldes gesorgt hat. Pfarrerin Susanne Rosskopf sowie die Pfarrer Latzel und Krenz, beteten, dass sich Gott des neuen Gräberfeldes annehmen möge und ihn auch zu einem Ort der Kommunikation der Trauernden werden lässt.

 

 

 

 

Hoher Wasserdruck an der Waldschänke

Ortschaftsrat Hägelberg diskutiert diverse Dorfprobleme.
STEINEN-HÄGELBERG (ed). Ende Oktober wurde der neue Druckentlastungsschacht bei der Waldschenke in Betrieb genommen. Aufgrund der Falschlieferung eines Bauteils besteht vorübergehend im Leitungsnetz ein um ein Bar höherer Wasserdruck als bisher. Der Einbau des richtigen Ventils soll baldmöglichst erfolgen, hieß es in der jüngsten Ortschaftsratssitzung. Ortsvorsteher Koger konnte im Rahmen der Sitzung mitteilen, dass die Parkplatzerweiterung an der Waldschenke den Bauausschuss passiert hat.

Ortsvorsteher Koger informierte außerdem über die Ergebnisse der Verkehrsschau für den Teilort. Im Rahmen der Begehung hatte es Kritik gegeben an den von Fahrzeugen zugeparkten Straßenzügen vor allem im Bereich "In den Bergen". Die Verkehrsexperten hätten nochmals auf die gesetzlich vorgeschriebene Restbreite der Straßen von drei Metern hingewiesen, was insbesondere für den Winterdienst und die Rettungsfahrzeuge wichtig sei.
Autos parken auf der Straße statt in der Garage

Viele Garagen und Stellplätze würden anderweitig genutzt, die Fahrzeuge stattdessen auf der Straße geparkt. Das Landratsamt, so Koger, habe darauf hingewiesen, dass die Gemeinde die betreffenden Anwohner anschreiben und gegebenenfalls Verwarnungen aussprechen müsse.

Ortschaftsrat Hubert Dietrich erkundigte sich, warum der Bauantrag für ein Einfamilienhaus im Zirkel vom Bauausschuss genehmigt wurde, obwohl der Ortschaftsrat erhebliche Bedenken äußerte und den Bauantrag mehrheitlich abgelehnt hatte. Laut Klaus Asal hat eine Ortsbegehung stattgefunden. Der Architekt, dem der Beschluss des Ortschaftsrates zugeleitet wurde, sah jedoch keine Möglichkeit, auf den Wunsch des Ortschaftsrates, das Gebäude mindestens 1,2 Meter abzusenken, einzugehen. Stattdessen wurde das Obergeschoss auf drei Seiten zurückversetzt, worauf dieses nicht mehr als Vollgeschoss gewertet wird. Die Traufhöhe des Gebäudes richtet sich somit nach der Höhe des ersten Geschosses.

Ortschaftsrat Dietrich wies auch darauf hin, dass beim Schuhcontainer in der Unteren Dorfstraße Kleidersäcke abgestellt wurden, die abgeholt werden müssten. Ebenso werde immer wieder Altglas an Sonn- und Feiertagen eingeworfen sowie außerhalb der erlaubten Zeit an Werktagen.

Ortschaftsrätin Gabriele Kaiser-Bühler wies auf die Bedenken von Müttern hin, dass die Bushaltestelle in der Mittleren Dorfstraße nicht ausreichend beleuchtet sei und fragte an, ob das Halteschild diesbezüglich versetzt werden könne. Kaiser-Bühler regte außerdem an, eine Panorama-Schautafel mit Bezeichnung des bei Fernsicht sichtbaren Alpenpanoramas anzubringen. Ein Kostenvoranschlag soll eingeholt werden.
Schautafel mit Alpenpanorama angeregt

In der Bürgerfragestunde wies Sabine Glaser darauf hin, dass das Wasser auf dem Friedhof bereits seit Mittwoch vor Allerheiligen abgestellt war. Da vor Allerheiligen die Gräber neu angepflanzt wurden, war dies sehr ärgerlich. Die übervollen Container beim Friedhof werden demnächst abgeholt, versprach Ortsvorsteher Hans-Georg Koger, der fehlende Handlauf sei bereits bestellt.  


 



Ort der Trauer und des Abschieds 

Infos: Friedhofsverwaltung Gemeinde Steinen,Tel. 07627/910054. Internet:

http://www.dauergrabpflege-baden.de


 

Charles Dickens liegt nicht auf dem Steinener Friedhof. Auch wenn der Grabstein etwas anderes vermuten lässt. Es handelt sich um ein Mustergrab, genauso wie jenes von Maria Mustermann und Helga Musterherz.

Die Gräber sind derzeit Bestandteil des gärtnerbetreuten Gärtnerfeldes, das auf Initiative der CDU angelegt wurde. Ellen Oswald von der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner wies auf den Wandel der Bestattungskultur hin. Bestattungsformen, die vom Friedhof und vom einzelnen Grab unabhängig sind, nehmen zu. Zudem lassen sich immer mehr Menschen anonym bestatten. Die Angehörigen wünschen sich aber häufig einen Ort für ihre Trauer und Erinnerung. 

Gemeinsam mit der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner hat die Gemeinde auf dem Steinener Friedhof deshalb ein neues Grabfeld errichtet, wo Sarg- und Urnenbeisetzungen in einer gärtnerisch gestalteten und gepflegten Anlage möglich sind (wir berichteten).

Hinter der Idee steht laut Oswald vor allem der Wunsch vieler Menschen nach einen individuell gestalteten Grab als Ort für ihre Trauerbewältigung - auch wenn sie die aufwändige und langfristige Grabpflege nicht übernehmen können oder wollen.

Man muss zuerst betroffen sein von einem Trauerfall, um festzustellen, welche Wertigkeit ein Friedhof hat, sagte Bürgermeisterstellvertreter Wolfgang Deschler. Leute brauchen einen Platz zum Trauern und Abschiednehmen, sagte Deschler, der zuvor auf den Wandel in der Bestattungskultur eingegangen war. Für Deschler stellt diese gärtnergepflegte Gräberfeld einen ersten Schritt dar, denn das Gesamtkonzept für den Steinener Friedhof beinhaltet auch einen neuen Eingangsbereich. Was bisher auf dem Steinener Friedhof geschaffen wurde, kann sich sehen lassen, so Deschler, der allen Beteiligten dankte.

Die komplette Anlage ist rund 200 Quadratmeter groß und bietet Platz für neun Sargbestattungen, 75 Urnengräber, eine Urnengemeinschaft sowie eine Urnengemeinschaft am Baum. Es kann - außer bei der Urnengemeinschaft - zwischen einem Grab mit oder ohne Blumenbeet gewählt werden. Für das Grabmal gibt es verschiedene Varianten.

Bürgermeisterstellvertreter Wolfgang Deschler betonte, dass die Bürger nach wie vor die freie Wahl bei der Gestaltung ihrer Grabstätte haben.

Mit einem Gebet der Geistlichen Susanne Rosskopf, Thomas Krenz und Michael Latzel wurde die Vorstellung des gärtnerbetreuten Gräberfeldes beendet. 
 

"Gut Ding will Weile haben", sagte Bürgermeisterstellvertreter Wolfgang Deschler gestern bei der offiziellen Einweihung des "Gärtnerbetreuten Gräberfeldes" auf dem Steinener Friedhof. Vorüberlegungen für neue Formen von Urnen- und Erdbestattungen gehen bis ins Jahr 2007 zurück, wie sich Deschler erinnerte.
 

 

Schwierige Fachkräftesuche

Firma Blum leidet darunter, dass Kanalreinigung kein Lehrberuf ist / 
Besuch von Armin Schuster. 

Auf der Sommertour machte Armin Schuster auch Halt bei der Firma Blum. Das Bild zeigt von links: Benjamin Blum, Kurt Blum, Schuster, Bernhard Ebner, Gabriele Kaiser-Bühler, Bernhard Escher, Wolfgang Deschler. Foto: bz

 

STEINEN (BZ). CDU-Bundestagsabgeordneter Armin Schuster besuchte auf seiner sommerlichen Tour durch den Wahlkreis die Firma Blum GmbH und das Recycling Zentrum Wiesental (RZW) in Steinen. Das Dienstleistungsangebot des Familienunternehmens reicht von Kanal- und Kanalisationsarbeiten über Sonderabfalltransporte bis hin zu Containerdiensten.

Drei Generationen der Blums arbeiten inzwischen mit. Armin Schuster erkundigte sich hier nach der fachgerechten Entsorgung sowie dem ressourcenerhaltenden Recycling von Sonderabfällen und der Nutzung der Betriebsgebäude zur regenerativen Energieerzeugung. Juniorchef Markus Blum, der sich hauptsächlich um die Leitung des RZW kümmert, erklärte, dass man mit zusätzlichen Photovoltaikmodulen auf dem Dach weitere Energiekapazitäten ausnutzen wolle.

Kanalreinigung sei bedauerlicherweise noch kein Lehrberuf, so Seniorchef Kurt Blum. Der Umgang mit neuesten Technologien aber erfordere hohen Sachverstand. Für Kanaluntersuchung und Reinigung würden neueste Drehköpfe eingesetzt, die mittels eines Computerbildschirms und zweier Bedienungshebel durch die engen Kanäle geführt würden.




Seniorennachmittag beim Kranken- und Altenpflegeverein Hägelberg

Der Kranken- und Altenpflegeverein Hägelberg hatte zum Seniorennachmittag in die Waldschenke eingeladen. Viele Senioren waren bei schönem Wetter der Einladung des Vereins gefolgt. 
Nach der Begrüßung durch dieVorsitzende Gabriele Kaiser-Bühlerkonnten sich die Gäste an dem Kuchen laben, die von den Vorstandsfrauen mit viel Liebe gebacken wurden. Außerdem gab es Kuchenspenden aus dem Dorf, wofür der Verein immer dankbar ist. 

Das Unterhaltungsprogramm wurde von Anna Trinler mit Akkordeonmusik eröffnet. Die Gäste hatten dabei Gelegenheit, zur Musik zu singen. Vor allem für ehemalige Chormitglieder ist es eine Freude, wenn sich die Möglichkeit zum Mitsingen bietet. 
Weiter im Programm ging es mit dem Sketch Das Inserat, der von der ehemaligen Vereinsvorsitzenden Lioba Suvaal und dem künstlerisch begabten Erich Tscheulin gespielt wurde. 

Nach dem gelungenem Nachmittag freuen sich alle wieder auf die nächsten Aktionen des Vereins. 
Es folgen am 2. September der Jahresausflug zur Landesgartenschau nach Villingen-Schwenningen, 

ab Ende Oktober die Spielenachmittage 
und im Dezember die  Adventsfeier.
 

 


 

MdB Armin Schuster informiert sich über das Projekt Energie aus Bürgerhand

 

(hf). Der heutige Tag hat mir wieder eindrücklich vor Augen geführt, dass der genetische Fingerabdruck der Region in einem starken Umweltbewusstsein besteht, erklärte der Bundestagsabgeordnete Armin Schuster (CDU) nach seinen Besuchen in Steinen.

Auf seiner Sommertour in Steinen hatte Schuster sich bei der Firma Blum über Umwelttechnik, bei Merthna Mert über Photovoltaikanlagen, bei der RZW über Recycling und bei Hans-Peter Glaser in Hägelberg über die geplante Biogasanlage informieren lassen. Der Abschlusstermin fand in Hägelberg statt, bei dem die Genossenschaft Energie aus Bürgerhand ihr Bioenergieprojekt vorstellte.

Aufsichtsratsvorsitzender Claus Burger stellte die Ausgangsüberlegungen und den Projektverlauf vor. Thilo Merkt, Vorstandsvorsitzender der Genossenschaft, erläuterte die technischen Inhalte des Projekts und konnte melden, dass mit mehr als 60 vertraglich gesicherten Anschlüssen die magische Grenze für den Baubeginn des ersten Bauabschnitts erreicht ist. In diesem Herbst werden wir mit dem Bau des Nahwärmenetzes beginnen so dass wir mit Sicherheit 2011 am Netz sein werden, erklärte er.

Jürgen Roesch, der für das Projektmanagement verantwortlich zeichnet, informierte, dass mit der praktischen Umsetzung des Hägelberger Projektes so viel fachspezifische Expertise aufgebaut wurde, dass die Planung besteht, diese Kenntnisse über ein Bioenergie-Kompetenzzentrum in Zukunft Initiativgruppen, Gemeinden und Ländern zur Verfügung zu stellen. Es wäre unverantwortlich, diese Kenntnisse nicht auch anderen nutzbar zu machen, betonte Jürgen Roesch.

Armin Schuster zeigte sich beeindruckt von der Präsentation. Was Sie hier vorstellen, ist unglaublich professionell und seriös, stellte der Bundestagsabgeordnete fest.

In der Diskussion über die Frage, wo und wie er Hilfe leisten könnte, gab Armin Schuster zu bedenken, dass eine Umstellung von zentraler Energieversorgung auf dezentrale Versorgung nicht von angeordnet werden kann. Solche Initiativen müssen vor Ort entstehen, und dafür sind Sie ein hervorragendes Beispiel. Als größtes Hindernis für die weitere Arbeit stellte die Genossenschaft die bürokratischen Hindernisse und einen undurchdringlichen Vorschriftendschungel dar. Hier wäre eine Unterstützung mehr als wünschenswert.

Armin Schuster bestätigte, dass Entscheidungsprozesse in diesem Umfeld durch Umwelt-Experten und Fachverbände nicht immer erleichtert würden. Was eine ideelle Unterstützung angehe, sicherte der Bundestagsabgeordnete 150-prozentige Unterstützung zu. 



OV
STEINEN (bry). Eine ganz außergewöhnliche Ehrung konnte der CDU-Ortsverband an seiner Generalversammlung vornehmen. Günter May ist seit 60 Jahren Mitglied, und zusammen mit Ehefrau Waltraud kann er auf 118 Jahre aktiver Arbeit für die Partei zurückblicken.


 

Ehrungen beim CDU-Ortsverband Steinen-Höllstein: Ulrich Lusche, Günter und Waltraud May, Wolfgang Deschler, Bernhard Ebner, Benjamin Blum, Heinz Schuler, Reiner Würger, Marc Sutterer und Gabriele Kaiser-Bühler. 
Foto: Heiner Fabry 

 

Im Juli 1950 trat Günter May in die Ost-CDU in Senftenberg, Brandenburg, ein und engagierte sich gleich in der Kommunalpolitik. Ab 1956 war er mehr als 30 Jahre Kreistagsabgeordneter und Kreisgeschäftsführer seiner Partei. Nach seinem Umzug nach Steinen trat er dem dortigen Ortsverband bei und wurde 1997 zum Schriftführer gewählt. Dieses Amt hat er heute noch bei der Senioren-Union inne. Zu seinem 60-jährigen Jubiläum überreichte Ortsverbandsvorsitzender Bernhard Ebner die Ehrenurkunde und überraschte Günter May und Ehefrau Waltraud, die seit 58 Jahren der CDU angehört, mit der Mitteilung, dass der Ortsverband die Eheleute einstimmig zu Ehrenmitgliedern ernannt hat. Kreisgeschäftsführer Ulrich Lusche würdigte das außerordentliche Engagement der Eheleute und überreichte Günter May zu seinem Jubiläum zusätzlich die Ehrenmedaille der CDU. Benjamin Blum und Mark Sutterer schlossen sich den Glückwünschen im Namen der Gemeinderatsfraktion mit einem Präsent an .

BZ

 (hf). Eine ganz außergewöhnliche Ehrung konnte der CDU-Ortsverband Steinen-Höllstein bei seiner Generalversammlung vornehmen. Günter May ist seit 60 Jahren Mitglied, und zusammen mit Ehefrau Waltraud kann er auf 118 Jahre aktive Arbeit für die Partei zurückblicken.
Im Juli 1950 trat Günter May in die Ost-CDU in Senftenberg, Brandenburg, ein und engagierte sich gleich in der Kommunalpolitik. Ab 1956 war er mehr als 30 Jahre Kreistagsabgeordneter und Kreisgeschäftsführer seiner Partei.
Nach seinem Umzug nach Steinen trat er dem dortigen Ortsverband bei und wurde 1997 zum Schriftführer gewählt. Dieses Amt hat er heute noch bei der Senioren-Union inne. Zu seiner 60-jährigen Mitgliedschaft überreichte Ortsverbandsvorsitzender Bernhard Ebner die Ehrenurkunde und überraschte Günter May und Ehefrau Waltraud, die seit 58 Jahren der CDU angehört, mit der Mitteilung, dass der Ortsverband die Eheleute einstimmig zu Ehrenmitgliedern ernannt hat.
Der Landtagsabgeordnete Ulrich Lusche würdigte das außerordentliche Engagement der Eheleute und überreichte Günter May zu seinem Jubiläum zusätzlich die Ehrenmedaille der CDU. Benjamin Blum und Mark Sutterer schlossen sich den Glückwünschen im Namen der Gemeinderatsfraktion mit einem Präsent an
Ebenfalls mit einer Urkunde geehrt wurden Heinz Schuler für 20 Jahre, Klaus Lietz für 25 Jahre und Walter Schenk für 30 Jahre aktive Mitgliedschaft in der CDU.


Neue Mitglieder sorgen für ein Plus in der Kasse
Kranken- und Altenpflegeverein Hägelberg hat 2009 wieder viele Senioren mit seinen Veranstaltungen unterhalten.
STEINEN-HÄGELBERG (ed). Der Kranken- und Altenpflegeverein Hägelberg lud zur Generalversammlung in die Waldschänke ein. Schriftführerin Regina Glaser konnte wieder auf ein ausgefülltes Vereinsjahr zurückblicken. 2009 konnte zu 54 Geburtstagen und drei Goldenen Hochzeiten gratuliert werden. Die in den Wintermonaten 14-tägig stattfindenden Spielenachmittage waren immer gut besucht. Im vergangenen Jahr fuhren die Mitglieder in den Merianpark nach Basel, der Jahresausflug führte nach Lahr zur Chrysanthema. Ebenso beliebt bei den Senioren ist das "Kaffeekränzle", wobei diesmal der Kindergarten die Senioren unterhielt und ein Liederquiz veranstaltet wurde. Auf dem Bergfest im September präsentierte man sich mit einem Informationsstand, Blutdruck- und Blutzuckermessungen. Auch die Adventsfeier war sehr gut besucht und die Senioren freuten sich an den Geschenken, die der Nikolaus mitbrachte.

Der Kassenbericht 2009 der Rechnerin Gudrun Kleine wies ein gutes Plus aus, nicht zuletzt durch neu gewonnene Mitglieder aufgrund einer verstärkten Werbung für den Verein.

Schwester Barbara Ittermann von der Sozialstation Schopfheim wies in ihrem Bericht auf den großen Wandel in ihrer Arbeit hin. Der Verwaltungsaufwand nehme einen sehr großen Teil der Arbeitszeit in Anspruch, seien aber unumgänglich, um bei dem rigorosen Sparkurs der Krankenkassen die erforderlichen Leistungen geltend machen zu können. Mit 25 Mitarbeitern betreute, pflegte und behandelte die Sozialstation Schopfheim im vergangenen Jahr 700 Patienten. Sie machten 84 172 Hausbesuche, davon waren 54 269 nur Behandlungen (Injektionen, Medikamente richten, Kompressionsstrümpfe anziehen).

Musikalisch eröffnete der Fanfarenzug Hägelberg den Abend mit einer schwungvollen Darbietung. Der geplante Auftritt von Daniela Bianca Gierok, Sängerin für Oper und Konzert musste leider ausfallen. Gierok hatte sich erkältet und konnte somit nicht singen. Doch sie ließ es sich nicht nehmen, mit den Anwesenden Stimmübungen und Lockerungsübungen zu machen und zusammen Lieder anzustimmen. Da sie sich gerne weiter in Hägelberg engagieren will, bot sie für die Adventszeit ein Adventssingen an und lud alle Bewohner dazu ein. Ort und Termine werden noch bekannt gegeben.

Als letztes "Schmankerl" dieser Generalversammlung folgte der Sketch "Emma und Otto im Theater", wobei Helga Bühler und Erich Imgraben als Hägelberger in der Stadt überzeugten.

Wahlen: Bei den anstehenden Wahlen wurden alle bisherigen Amtsinhaberinnen einstimmig für vier Jahre wiedergewählt: Helga Bühler als Zweite Vorsitzende, Schriftführerin Regina Glaser, als Beisitzerinnen Carmen Leonhardt und Christine Putz. Geehrt wurde Gerda Rhein für zehn Jahre Vorstandsarbeit. 
Vorsitzende Gabriele Kaiser-Bühler bedankte sich für die hervorragende Unterstützung durch ihre Vorstandsdamen.
 
 
Parkplatz bei der Waldschänke in Hägelberg wird vergrößert und mit Feinschotter versehen
Steinen-Hägelberg
 (ed). Die Parkplatzsituation bei der Waldschänke war Thema bei der jüngsten Sitzung des Hägelberger Ortschaftsrats. Derzeit sind fünf Parkplätze ausgewiesen, bei Regenwetter ist die Parksituation sehr schlecht. Bei einer Großveranstaltung mussten bei Regenwetter die Autos mit dem Traktor aus der nassen Wiese gezogen werden.
Jetzt soll ein 50 Meter breiter Parkstreifen links unterhalb der Waldschänke mit Feinschotterbelag angelegt werden. Somit soll Platz für das Parken in einer Querreihe und zusätzlich in einer Längsreihe entlang des Weges geschaffen werden. Einstimmig wurde beschlossen, die Baugenehmigung einzuholen, günstiges Material einzukaufen und den Platz in Eigenleistung anzulegen.
Die Nahwärmeversorgung ist derzeit in Hägelberg ein zentrales Thema und somit auch der Anschluss der öffentlichen Gebäude. Das Rathaus sowie der Kindergarten sollen direkt nach der Realisierung des Nahwärmenetzes angeschlossen werden. Beide Gebäude haben einen sehr hohen Energieverbrauch (Rathaus mit Flüssiggas), und beim Kindergarten ist vor allem in der Wohnung der Energieverlust durch alte Fenster und wegen einer fehlenden Isolierung zum Dachgeschoss sehr hoch. Bei der alten Turnhalle ist der Energieverbrauch nicht so hoch, da vor ein paar Jahren eine Decke mit Isolierung eingezogen wurde.
Hier wurde jedoch einstimmig beschlossen, kein Geld zu investieren, auch keine Abzweigung zu legen. Jedes investierte Geld in diese Turnhalle ist verlorenes Geld und jegliche Investition ist ein falsches Signal in Richtung Steinen, hieß es. Dagegen wurde beschlossen, eine Abzweigung beim Standort für die neue Halle in Hägelberg zu vorzusehen.
Walter Müller, Vorstandsmitglied der Energie aus Bürgerhand, bemängelte eine unzureichende Kooperation der Gemeinde bei der Frage des Durchleitungsrechts. Hier wiesen die anwesenden Gemeinderäte darauf hin, dass die Verwaltung und der Gemeinderat das Nahwärmeprojekt voll unterstützen, der Bürgermeister allerdings an gewisse Regularien und Vorschriften gebunden sei. Der richtige Weg gehe über eine Bauvoranfrage an die Verwaltung.
Gabriele Kaiser-Bühler bat alle Bürger und Vereine, ihre Nachrichten an den Anschlagtafeln so anzubringen, dass für weitere Nachrichten noch genügend Platz vorhanden ist.
Uwe Bühler wies darauf hin, dass aufgrund der großen Akzeptanz und Nutzung des Jugendraumes viele Getränkekisten anfallen, die jetzt vorwiegend im Jugendraum gelagert werden müssen. Da die Treppensanierung im Rathaus dem Rotstift zum Opfer fiel, beschloss das Gremium einstimmig, den von Ortsvorsteher Koger versprochenen Stauraum unterhalb der Treppe in Eigenleistung und unter Beibehaltung der Holztäfelung zu bauen.

 

 



Das "Berghüsli" empfängt 
jetzt die Kinder

Ein Name für den Kindergarten.
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Das Berghüsli kommt auf dem Logo per Auto herangebraust. Foto: jt

STEINEN HÄGELBERG (jt). Es schien, als ob die Dorfglocke auf dem Kindergartengebäude am Sonntag um 11 Uhr besonders feierlich zum Tauftermin läutete. Schließlich ging es um den Kindergarten selbst, der im Alter von 35 Jahren einen Namen bekommen sollte. Unter den vielen Gästen, die sich vor dem Gebäude versammelten stieg die Spannung, während Ortsvorsteher Hans-Georg Koger die Entwicklung des Täuflings schilderte. Bürgermeister Rainer König entfernte schließlich das blaue Tuch, hinter dem das neue Schild mit Namenslogo verborgen war. "Berghüsli" stand da zu lesen. Es kommt in blauer Farbe auf dem Logo flott mit einem lustigen roten Auto aus dem Tal herangebraust und wird von einem Schmetterling begleitet. Entworfen hat das Logo die Kindergartenmama Anja Ott. Dank Unterstützung durch die Lörracher Werbeagentur AWB prangt es nun auf einem Glasschild neben der Eingangstüre zum Kindergarten.

König freute sich über die Idee zur Taufe, schließlich " will jedes Kind einmal einen Namen haben". Der Name mit dem Logo gefalle ihm ausgezeichnet, weil es Dynamik, Fröhlichkeit und Entwicklung signalisiere, Eigenschaften, die für einen Kindergarten wünschenswert seien.

Kindergartenleiterin Corinne Jäcklin heimste viel Lob für ihre guten Ideen und ihre Tatkraft bei deren Umsetzung ein. Sie nutzte den Anlass dazu, mit Tulpensträußen all denen zu danken, die sie dabei unterstützten. Ihr Dank galt auch der abwesenden Gemeinderätin Gabriele Kaiser-Bühler, die eine Geldspende vom Alten- und Krankenpflegeverein und von ihrer Mathematik-Nachhilfe übergeben hatte. Für Ortsvorsteher Koger, den Bürgermeister und für Werkhofleiter Hubert Philipp-Bauer hatten die Kinder zum Dank kleine Gemälde gefertigt.

Koger erinnerte daran, dass der Kindergarten vor 35 Jahren durch eine Bürgerinitiative als "Spielstube" in Leben gerufen wurde. Als die Grundschule im Rahmen einer Schulreform aus Hägelberg abgezogen wurde, wollten die Einwohner wenigstens einen Kindergarten im Ort haben. Den zu finanzieren, sei damals aber undenkbar gewesen. Auf ehrenamtlicher Basis gründeten drei Hägelberger Frauen eine Spielstube. Bei der Eingemeindung nach Steinen wurde die Spielstube dann von der Gemeinde übernommen, und Heidi Machnik übernahm die Leitung.

Da vom Land für Spielstubenpersonal kein Kostenzuschuss bezahlt wurde, musste die Spielstube in einen Kindergarten umgewandelt werden. In Spitzenzeiten betreuten die Erzieherinnen 33 Kinder, neun standen auf der Warteliste. Dieser Boom hat sich nicht fortgesetzt. Das Berghüsli bietet heute längere Öffnungszeiten und 22 Plätze. Jäcklin wird von Madelaine Lobers und Ute Henkel unterstützt.  
 
 
Kindergarten heißt jetzt Berghüsli
 
Hägelberger Einrichtung erhält beim Tag der offenen Tür einen Namen
Von Erika Dietrich Steinen-Hägelberg. Bei einem Tag der offenen Tür anlässlich seines 35-jährigen Bestehens wurde am Sonntag der Hägelberger Kindergarten von Bürgermeister Rainer König auf den Namen Berghüsli getauft. 

 
 
Beim Tag der offenen Tür im Kindergarten Berghüsli: (obere Reihe von links) Kerstin Hänßler, Madleen Lobers und Ute Henkel. Untere Reihe von links: Stefanie Meier, Corinne Jäcklin, Heide Machnik und Maria Ebenhoch. 
Foto: Hubert Dietrich
Wie Ortsvorsteher Hans-Georg Koger erklärte, war es vor 35 Jahre eine Bürgerinitiative, die sich mit großem Engagement für einen Kindergarten in Hägelberg stark machte. Zuerst war es eine Spielstube, die von Edeltraud Bender, Roswitha Hasenclever und Heide Machnik geleitet wurde (wir berichteten ausführlich).
Im Januar 1999 wurde aus der Spielstube ein Kindergarten. Bis 2003 war Heide Machnik Leiterin des Kindergartens, unterstützt von Maria Ebenhoch. Ihre Nachfolgerin war Kerstin Hänßler, gefolgt von Steffi Meier. Heute wird der Kindergarten von Corinne Jäcklin und ihren Mitarbeiterinnen Madeleine Lobers und Ute Henkel geleitet.
Die Räume des Kindergartens wurden zwischenzeitlich erweitert und renoviert, wobei die Väter kräftig mithalfen. Der Kindergarten in Hägelberg ist eine dorfverbundene und dorfverbindende Einrichtung, so Hans-Georg Koger. Er biete durch seine zentrale Lage im Dorf die beste Möglichkeit für Kinder und Eltern, Kontakte zu knüpfen. Koger dankte den Erzieherinnen, dem Elternbeirat, dem Werkhof und Bürgermeister Rainer König.
Dicht gedrängt standen die Besucher auf dem Vorplatz vor dem Kindergarten, als die Tafel mit dem Namen und dem von Anja Ott entworfenen Logo von Bürgermeister Rainer König enthüllt wurde. König zeigte sich angetan von dem farbenfrohen und fröhlichen Logo und wünschte dem Kindergarten viele neue Ideen für die Zukunft.
Kindergartenleiterin Corinne Jäcklin bedankte sich bei allen Eltern, dem Elternbeirat Sabine Braun, Gabriele Poppen und Sabine Guggenbühler. Ebenso dankte sie dem Alten- und Krankenpflegeverein und der Mathematik-Förderschule von Gabriele Kaiser-Bühler für eine Spende. Ein Dankeschön ging auch an die Agentur für Werbung für die freundliche Unterstützung und an die Gärtnerei Vosskuhl für die Blumenspende.
Als Dankeschön an Ortsvorsteher Hans-Georg Koger für seine tatkräftige Hilfe und Unterstützung hatten ihm die Kindergartenkinder ein Bild gemalt, über das er sich sehr freute.
KURZINFO
Derzeit ist der Kindergarten mit 19 Kindern voll belegt, in diesem Jahr werden sechs Schulanfänger den Kindergarten verlassen. Ab September sind wieder U3-Plätze frei. Ab 1. Oktober gelten die verlängerten Öffnungszeiten, das heißt, die Kinder können ab 7.30 Uhr gebracht und bis 13.30 Uhr geholt werden. Zusammen mit allen Kindergärten in Steinen wird außerdem eine Ferienbetreuung geboten.
 
Nachricht vom 28.04.2010
 
 



Steinen-Höllstein

(os). Die Narrenzunft Steinen-Höllstein äußerte sich am Sonntagabend sehr zufrieden mit dem Verlauf des nachmittäglichen Umzugs.
Im Anschluss an den Umzug veranstaltete die Fasnachtsgemeinschaft Steinen-Höllstein in der Wiesentalhalle eine große Fasnachtsfete, die ebenfalls ausgezeichnet angenommen wurde.
In der Wiesentalhalle wurde auch die Prämierung der Umzugsteilnehmer vorgenommen. Oberzunftmeisterin Bärbel Fuhrler nahm die Auszeichnung der von der Jury (Benjamin Blum, Gabriele Kaiser-Bühler, Günter Senn und Marc Sutterer bewerteten Umzugsteilnehmer vor.
Platz eins bei den Großwagen ging an die Düchelstumbe aus Hägelberg, die sich mit der Forderung nach einer größeren Festhalle beschäftigten. Dahinter folgte der Wagen der Weitenauer Hummelbuck-Waggis und auf Platz drei die Hüsiger Kuckucke.
Bei den Handwagen ging Platz eins wieder an die Fasnachtsvereinigung Seppi Co mit ihrem Nacktscanner. Weitere Preise gingen an die Höllsteiner Lätte-Häxe und die Jugend des Musikvereins Steinen mit ihrer Baustelle Steinen.
Mit ihrem Motto- und Valentinstag-Sujet Weisch no? holte sich Monika Weber-Glaser als Rosenkavalier den Sonderpreis als beste Einzelmaske vor Astronaut Yves D'Aujourdhui. Die Clowns der AG Kontakt erhielten einen Sonderpreis als Fußgruppe und die Fasnachtsgesellschaft Steinen Maiechäfer flieg" einen weiteren Preis für ihren wieder belebten, fahrenden Maiechäfer.

 



Freiwillige Feuerwehr Steinen nimmt die rund 580 000 Euro teure Drehleiter in Empfang

Steinen (hf). Mit einem würdigen Festakt nahm die Freiwillige Feuerwehr Steinen ihre neue Drehleiter, eine Iveco Magirus DLK 23-12, in Empfang. Das ist eine Investition, die Leben retten kann, erklärte Gesamtkommandant Hildolf Schwald bei der Übergabe.
 





Im Rahmen eines Empfangs wurde am Dienstagabend das neue Drehleiterfahrzeug an die Freiwillige Feuerwehr Steinen übergeben. 
Fotos: Heiner Fabry
Zu dem besonderen Ereignis hatten sich im Haus der Sicherheit neben Bürgermeister Rainer König, den Gemeinderäten und Ortsvorstehern auch befreundete Wehren, Kreisbrandmeister Bernd Schwöble und Vertreter des Landratsamtes eingefunden.
Das ist ein besonderer Tag, erklärte Rainer König in seiner Ansprache. Er dankte allen, die an der aufwändigen Beschaffungsmaßnahme beteiligt waren, und besonders dem Gemeinderat, der der Investition von 577 000 Euro einstimmig zugestimmt hatte. Sein Dank galt ebenso dem Land, das einen Zuschuss von 240 000 Euro und dem Ausgleichsstock, der weitere 100 000 Euro an Zuschüssen gewährt hatte.
Die neue Drehleiter kann den Feuerwehrleuten nicht die Arbeit abnehmen, betonte der Bürgermeister, aber sie kann ihnen ihre Arbeit erleichtern. Und das sind wir ihnen schuldig. Dann übergab er Abteilungskommandant Michael Lauer symbolisch den Schlüssel für das neue Fahrzeug und wünschte allen Feuerwehrleuten, sie mögen immer gesund von ihren Einsätzen zurückkehren.
Gesamtkommandant Hildolf Schwald würdigte die enorme Arbeit, welche Verwaltung und Feuerwehr bei Leistungsbeschreibung, Ausschreibung und Bestellung des Fahrzeugs geleistet hatten. In seinem Abschied von der alten Drehleiter, die 1980 in Dienst gegangen war, erinnerte Hildolf Schwald daran, dass das Fahrzeug bei 265 Einsätzen gebraucht wurde und dass drei Menschenleben nur dank des Einsatzes der Drehleiter hatten gerettet werden können. Auch wenn das alte Fahrzeug nun in Steinen außer Dienst geht, so bleibt es doch zum Wohle der Menschen aktiv und wird künftig auf Beschluss der Gemeinde und der Feuerwehr auf den Philippinen eingesetzt werden.
Hildolf Schwald bedankte sich herzlich bei der Gemeinde, dem Bürgermeister und dem Gemeinderat, die diese Beschaffung möglich gemacht hatten. Als kleine Anerkennung überreichte er dem Bürgermeister ein Modell der neuen Drehleiter als Erinnerung. Denn in Ihrer Amtszeit werden Sie ein solches Fahrzeug nicht mehr beschaffen müssen, setzte er hinzu.
Was dieses neue Fahrzeug alles kann, demonstrierten die Steinener Feuerwehrleute bei heftigem Schneefall vor dem Haus der Sicherheit. Und auf der Jungfernfahrt stiegen Bürgermeister Rainer König, Hildolf Schwald und Michael Lauer in den Korb und ließen sich unter dem Beifall der Gäste in die luftige Höhe schieben.
 
Nachricht vom 11.02.2010